«Dass es uns trifft, ist physikalisch vollkommen unmöglich», erklärte ich. Gemeinsam mit einem langjährigen Freund wanderte ich den Kiesweg entlang, wo linker Hand ein Erdwall emporragte. Jenseits war das Knattern von Gewehrfeuer zu hören. Die jungen Rekruten übten für den Ernstfall auf dem nicht weit entfernten Schiessplatz.
«Trotzdem ist mir die Nähe zu diesem Lärm unangenehm. Immer frage ich mich: Und wenn doch?»
Kaum hatte der Freund zu Ende gesprochen, knallte ein Projektil in den Baum neben uns. Späne flogen durch die Luft; ich zuckte zusammen.
«Das hast du jetzt provoziert», sagte ich und versuchte, dabei nicht mit den Zähnen zu klappern.
Mein Freund schüttelte lediglich den Kopf.
Ich blickte den Wall empor. Ja: Im Grunde hätte dieser Schuss wirklich unmöglich sein müssen, es sei denn, man liesse alle bekannten Naturgesetze ausser Acht. War am Ende das Schicksal gegen uns? – Meine Frage behielt ich für mich. Stattdessen sagte ich: «Ist ja nochmal gut gegangen.»
Wir beschlossen dennoch, uns aus der Gefahrenzone zu begeben.
