Die Motten

Zuerst frassen sie Löcher in die T-Shirts und Hosen. Als mir sämtliche Kleidung abhandenkam, fuhren sie mit der Haut fort. Ich streifte sie ab, doch selbst dann hatten sie noch nicht genug. Sie wollten mir ans Fleisch, die Knochen, die Seele. Fleisch und Knochen wurde ich irgendwie los, nur die Seele wollte ich nicht hergeben. Als die Motten über meine Gedanken herzufallen drohten, kam mir der letzte rettende Einfall: Ich flog in die Sonne, wohin sie mir nicht zu folgen wagten – denn selbst sie wussten, dass ihnen dort zu viel Licht aufgehen würde.

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