Schutt

Das Donnern ist verstummt. Geblieben ist der Schutt.
Ich grabe mich aus den Trümmern hervor, strecke den Kopf in die Luft, blicke in den grau bewölkten Himmel und in die Landschaft unter mir. Wo früher Häuser standen, ist eine formlose Gesteinsmasse zu sehen. Ich erinnere mich wieder: Die Berge hatten zu sprechen begonnen. Sie hatten damit gedroht, sich auf uns niederzustürzen, wenn wir nicht aufhörten, schnaufend auf sie zu klettern und unsere Haken in die Felsen zu schlagen. Wissenschaft und Militär berieten sich im Auftrag des Bundes, was zu tun sei, und kamen zum Entschluss, die Gefahren möglichst schnell aus dem Weg zu sprengen.
«Das Resultat ist das gleiche geblieben», flüstert ein Stein neben mir.
Da hat er Recht, denke ich, und schiebe mich aus dem Loch, entschlossen, in der Politik etwas zu verändern.

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