Kommissar Riedmeier arbeitete effizient: Nach nur drei Tagen gelang es ihm, den Diamantendieb ausfindig zu machen und zu stellen, als dieser auf dem Weg zu einem Käufer eine Unterführung durchquerte. Riedmeiers Männer positionierten sich an den Ausgängen, während der Kommissar selbst mit einem Siegeslächeln auf den Dieb zuging. Auf den ersten Blick handelte es sich um einen harmlosen Mann mit Kappe. Der zweite offenbarte ein verschlagenes Grinsen. Der Kommissar liess sich davon nicht beeindrucken und erklärte: «Sie haben eine Vielzahl Spuren hinterlassen, Herr Stalder. Es war ein Leichtes, Sie zu überführen.» Herr Stalders Lächeln verschwand, als er erwiderte: «Nicht so schnell, Herr Kommissar. Erstens befinden wir uns hier in einer Unter- und nicht Überführung. Zweitens überführe ich mich lieber selbst, statt einen Stümper wie Sie ans Werk zu lassen.» Mit diesen Worten sprang der Dieb an die Decke und rannte über Herrn Riedmeiers Kopf hinweg. Die Polizisten an den Ausgängen waren zu perplex, um den dämonischen Akrobaten aufzuhalten, und er war bald ausser Sicht. Das Einzige, was Herrn Riedmeier blieb, war die Kappe, die dem Dieb bei seinem waghalsigen Manöver vom Kopf und in seine Hände gefallen war. Er betrachtete sie eine Weile, setzte Sie dann auf und meinte zu den Ordnungshütern: «Das nächste Mal warten wir auf einer Brücke.»
