Jemand, ich wusste nicht wer, hatte einen Papierfrosch auf meinen Bürotisch gelegt. Ich betrachtete ihn. Wohl zu lange, denn als ich aus meiner Trance erwachte, streckte mir der Chef die Kündigung vor die Nase. Ich hatte getrödelt, sagte er. Mir blieb nichts anderes übrig, als die Sachen zu packen und dem Büro für immer den Rücken zu kehren. In den folgenden freien Tagen spazierte ich durch den Wald. Des Öfteren kam ich an einem Tümpel vorbei, wo die Frösche quakten. Ich stellte mich ans Ufer und hielt nach ihnen Ausschau. Doch ich sah nie einen. Bis ich eines Tages auf einem Seerosenblatt den Papierfrosch wiederentdeckte. Wenigstens er, sinnierte ich, war mir treu geblieben.
