Die Kontrolle

«Da ist kein Hund», sagte der Kontrolleur.
«Doch. Sie müssen das kontrollieren», erwiderte ich. «Er winselt.»
«Wo winselt er?»
«Dort.» Ich zeigte auf eine Wand im Zug, hinter der die Maschinerie arbeitete.
«Was Sie da hören, ist der Zug», klärte mich der Kontrolleur auf. «Es zischt, wenn er bremst.»
«Das glaube ich nicht. Da ist ein Hund hinter der Wand», sagte ich beharrlich. «Arbeitet er für Sie?»
«Bestimmt nicht.»
«Für die Zuggesellschaft?»
«Sie lenken vom Thema ab.» Der Kontrolleur seufzte verärgert. «Wo ist Ihre Fahrkarte? Sie sind verpflichtet, eine gültige dabeizuhaben.»
Da bremste der Zug abrupt, wobei der Hund ein so jämmerliches Jaulen von sich gab, dass es einem das Herz zerriss. Der Kontrolleur wandte verwirrt den Kopf in Richtung Wand.
«Sehen Sie? Da ist wirklich ein Hund», sagte ich triumphierend.
«Bestimmt nicht», sagte er, wirkte aber verunsichert.
«Ja, ich lasse Sie jetzt mit dem Hund allein. Geben Sie ihm genug zu Essen.»
Der Hund bellte zustimmend, als ich aus dem Zug stieg und meine Pflicht hinter mir liess.

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